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Theo Kern

(Administrator)

Hallo

ich habe Interesse an einem kachelofen mir Wärmetauscher um Brauch- und Heizungswasser zu erwärmen bzw. zu unterstützen. In meinem Haus befindet sich eine Zentralölheizung.

In welchen Abständen muss ich denn Kachelofen, beschicken damit er sinnvoll die Ölheizung unterstützt? Kann man den Kachelofen so steuern, dass er längere Zeit (ca.8 Stunden) das Feuer hält auch ohne die Zentralölheizung zu unterstützen

(Originalzuschrift, eigestellt vom Admin weil allgemein interessant)

Theo L. Kern theo.kern@kachelofen-profis.de http://www.kachelofen-profis.de Für direkten Kontakt bitte meinen E-Mail Link benutzen und eigene Kontaktdaten nicht vergessen. Auf halbanonyme Mails antworte ich nicht.
22.08.05, 07:25:35

Theo Kern

(Administrator)

Es ist leider nicht möglich darauf eine einzige Antwort zu geben die dazu auch noch stimmt.
Das hängt damit zusammen dass die Einbindung des Kachelofens in den Warmwasser-Heizkreislauf nur in seltenen Fällen zu empfehlen ist.

Aber warum, wo sich das, zugegebenermaßen, so gut anhört.

Meine Argumente dagegen sind folgende.

Ein so gebauter Kachelofen ist teuer.

Die Armortisation rückt, wenn überhaupt möglich, in weite Ferne.

Sie holen sich damit den manuellen Holzheizkessel ins Wohnzimmer, mit kleinerem Leistungsvermögen als der Holzheizkessel im Keller und damit häufigerer Bedienung.

Ein typischer Kachelofen mit Heizungsunterstüzung hat eine anteilige Wasserseitige Heizleistung von ca. 35-40%. Je nach Bauweise des Ofens und des Heizeinsatzes können Sie die Wasserseite abschalten und mit der dabei freiwerdenden Energie einen gemauerten Zug aufheizen. Es gibt auch spezielle, Wasserumflossene Heizeinsätze welche 50-60% der Wärme als Warmwasser abgeben. Allerdings kann bei diesen Einsätzen die Wassererwärmung nicht mehr abgeschaltet werden. Das sind dann, vereinfacht gesagt, hübsch und teuer verkleidete Heizkessel im Wohnzimmer.

Aus dem gesagten ergibt sich als erste Einschränkung dass eine Brauchwasseraufbereitung außerhalb der Heizsaison nicht möglich ist.

Wie sieht es damit aber während der Heizperiode aus.
Holz ist ein Zeitbrandstoff. Um ein kontinuierliches Feuer aufrechtzuhalten ist es nötig ca. alle Stunde Holz nachzulegen. Tun Sie das, können Sie, je nach Heizeinsatz bis zu ca. 15kW/h in die Heizung schicken. Das bedeutet natürlich auch dass Sie dann 15-30kW/h warme Luft in Ihr Wohnzimmer schicken und natürlich auch 10-15kg Holz in den Ofen legen müssen.
Passt das zusammen?, haben Sie einen Heizer der den Ofen permanent bedient?

Ich rate etwas ganz anderes.

Sie haben eine Ölzentralheizung.
Dazu empehle ich Ihnen für den Wohnbereich einen Grundkachelofen.
Der Grundofen heizt diesen Bereich mit Strahlungswärme. Dabei ist er nur ein bis zwei Mal am Tage zu befeuern. Die Wärme wird gespeichert und als Strahlungswärme in den Raum abgegeben. Der Ofen wird auf die Raumverhältnisse und den Wärmebedarf ausgelegt.
Hat dieser Ofen beispielweise 5kW/h Wärmeabgabe, dann erzeugen Sie täglich mit ca. 35kg Holz 120kW Heizleistung. Diese Heizleistung spart Ihnen ca. 14ltr. Öl ein. Bei 100 Tagen un voller Nutzung des Kachelofens sind das dann 1400ltr.

Weitere Vorteile des Grundofen.

Er ist völlig unabhängig von der Zentralheizung und deswegen auch ohne Stromversorgung voll funktionsfähig. Das sind wasserführende Kachelöfen nur eingeschränkt bis gar nicht.

Er ist wesentlich günstiger.

Er gibt seine Wärme als Strahlung ab.

Er ist extrem komfortabel zu bedienen.

Fazit:

Im Normalfall ist es besser getrennte Systeme zu verwenden.

Etwas anderes kann es beim Niedrigenergiehaus sein, wenn Holz der alleinige Wärmelieferant (kein Öl, kein Gas) sein soll. Das ist aber ein anderes, sehr kompliziertes Kapitel.




Theo L. Kern theo.kern@kachelofen-profis.de http://www.kachelofen-profis.de Für direkten Kontakt bitte meinen E-Mail Link benutzen und eigene Kontaktdaten nicht vergessen. Auf halbanonyme Mails antworte ich nicht.
22.08.05, 08:23:09
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